Osteoporose - Aktion statt Resignation

Klinikum Leverkusen, Akadem. Lehrkrh. Univ. zu Köln
Prof. Dr. med. Johann D. Ringe
Direktor der Medizin. Klinik 4
Allgem. Innere Medizin, Rheumatologie, Osteologie
Am Gesundheitspark 4
51375 Leverkusen
Tel.:  02 14/ 13 22 91
Fax: 02 14/ 13 22 94
E-Mail: ringe@klinikum-lev.de


Schwerpunkte

•    Metabolische und endokrinologische Skeletterkrankungen

•    Primäre und sekundäre Osteoporosen
      Primäerer und sek. Hyperparathyreoidismus
      Morbus Paget u.a. seltene Skeletterkrankungen

•    Diagnostik von unklaren Osteopathien:
      u.a. Komplexes Labor, Osteodensitometrie, Bildgebeung, Knochenhistolgie

•    Differenzierte ganzheitliche Therapiekonzepte  von Skeletterkrankungen:
      Orale und parenterale Medikationen, individuell angepasste Schmerztherapie


Osteologisch-Rheumatologische Ambulanz:
Tel. 02 14 / 13 22 91

PROTOKOLL

15.05.2006

Osteoporose - Aktion statt Resignation

anonym : Was ist eigentlich Osteoporose?

PROF. RINGE : Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit führt. Die Patienten erleiden zunehmend Frakturen mit entsprechenden Schmerzen und Verformungen ihres Skeletts.

Gerda : Mein Mann raucht ca. 2 Packungen am Tag seit 30 Jahren. Ich finde auch, dass er zu viel Alkohol trinkt. Jetzt wurde ihm bei einem Gesundheitscheck gesagt, dass er Gefahr laufe Osteoporose zu bekommen. Da waren wir sehr überrascht, weil wir dachten, die bekommen nur Frauen. Was müssen Männer denn dagegen tun? Das wurde ihm nämlich nicht gesagt, außer, dass er weniger rauchen soll und er war zu perplex, nachzufragen.

PROF. RINGE : Auch Männer können Osteoporose bekommen. Die Häufigkeit bei Männern nimmt weltweit in den letzten Jahren dramatisch zu. Wir schätzen, dass heute bereits 20 % unserer Osteoporose-Patienten männlich sind. Bei Männern sind sicher neben dem Lebensalter auch Alkohol- und Nikotingenuss wesentliche Risikofaktoren. Daneben können andere Faktoren, wie Bewegungsmangel, ungenügende Calciumzufuhr etc. eine Osteoporose hervorrufen.

Tonia : Ist Arthrose eine Vorstufe von Osteoporose?

PROF. RINGE : Arthrose und Osteoporose sind ganz verschiedene Krankheiten. Die Arthrose ist ein chronischer Gelenkverschleiß mit entsprechenden lokalisierten Gelenkschmerzen. Die Osteoporose eine primäre Knochenkrankheit. Patienten mit Arthrose sind eher übergewichtig, Patienten mit Osteoporose eher schlank. D. h. die beiden Krankheiten schließen sich eher aus.

Krutzmer : Ab welchem Alter machen Bisphosphonate als Tablette Sinn? Wie sind die Nebenwirkungen? Ich habe Angst davor, jeden Tag ein Medikament zu schlucken, denn ich bin eigentlich nicht krank.

PROF. RINGE : Die Bisphosphonattherapie ist heute die weltweit wichtigste Osteoporose-Behandlung. Der Beginn hängt nicht vom Alter ab, die Entscheidung hängt am Schweregrad der Osteoporose. Nebenwirkungen können im Bereich der unteren Speiseröhre auftreten, wenn die Einnahmevorschriften nicht genau beachtet werden. Die Tabletten müssen nicht täglich genommen werden. Das Medikament wirkt nach Ablagerung im Knochen nach, so dass z. B. auch eine einmal wöchentliche Anwendung völlig ausreicht.

PetraHanssen : Sollte man Actonel kurmäßig nehmen oder dauerhaft während der Wechseljahre oder noch länger?

PROF. RINGE : Actonel ist ein modernes Bisphosphonat, das längerfristig, d. h. in der Regel über mehrere Jahre, eingenommen werden muss. Eine kurmäßige Anwendung für einige Wochen ist nicht sinnvoll. Actonel muss, wie alle Bisphosphonate, in der Regel durch eine Begleittherapie mit Calcium und Vitamin D verstärkt werden.

Jule Berger : Was bewirken Bisphosphonate im Knochen?

PROF. RINGE : Die Bisphosphonate hemmen im Knochengewebe den meistens bei Osteoporose-Patienten vorliegenden stark gesteigerten Knochenabbau. Die so genannten Osteoklasten, oder auch Knochenfresszellen, werden spezifisch gehemmt und damit der gesteigerte Knochenumsatz heruntergefahren. Der Knochen kann sich wieder stabilisieren, die Bruchgefahr nimmt ab.

Marianne Schmitt : Welche Bedeutung hat Calcium bei Osteoporose?

PROF. RINGE : Der Hauptanteil des Knochenminerals ist Calcium. D. h. eine adäquate Calciumversorgung ist bei jeder Osteoporose-Behandlung sehr wichtig. Wird zu wenig Calcium mit der Nahrung aufgenommen, holt der Organismus sich Calcium aus dem Skelettdepot, um den Blut-Calcium-Spiegel normal zu halten. Von daher sollte, wenn die Nahrung nicht genug Milchprodukte enthält, immer Calcium neben einem spezifischen Osteoporose-Medikament zusätzlich eingenommen werden.

Lisbeth Winkler : Wie viel Calcium muss ich bei Osteoporose täglich zu mir nehmen und schaffe ich das über die Ernährung?

PROF. RINGE : Die verschiedenen Ernährungsgesellschaften empfehlen Calciumzufuhrraten von 1000 bis 1500 mg pro Tag. Da mit der Nahrung die meisten - insbesondere älteren Menschen - dies nicht schaffen, ist eine Calciumverstärkung der Nahrung durch Tabletten bei den meisten Osteoporose-Patienten erforderlich. Wenn z. B. 800 mg mit der Nahrung aufgenommen werden würden, würden weitere 500 mg pro Tag als Tablette eine optimale Versorgung bedeuten.

Magnussen : Gibt es Leitlinien zur Diagnose der Osteoporose, bessere und schlechtere Wege zu diesem Ziel?

PROF. RINGE : Erste Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Osteoporose gab es in Deutschland im Jahre 2003. Neue Leitlinien 2006 des Dachverbands Osteologischer Gesellschaften (DVO) gibt es seit wenigen Wochen im Internet. Diese Leitlinien beschreiben aufgrund wissenschaftlicher Evidenz die besten Wege zur Diagnosefindung und die Therapieformen, die gesichert das Risiko künftiger Knochenbrüche reduzieren.

Franka : In welchen Abständen sollten Knochendichtemessungen vorgenommen werden?

PROF. RINGE : Die Knochendichtemessungen sind zunächst bei der Erstdiagnose der Osteoporose wichtig. Bei der Therapiekontrolle ist die Knochendichte nur ein Hilfsparameter. Der Effekt auf die Rückenbeschwerden bzw. das Vermeiden neuer Knochenbrüche ist an sich noch wichtiger. Dennoch führen wir in der Regel in jährlichen Abständen Dichtemessungen durch, um objektiv zu dokumentieren, dass die Knochendichte sich hält oder sogar leicht ansteigt. In jedem Fall sollte ein Abfallen der Werte vermieden werden.

Hanne_Schnabel : Ich habe einen BMI von 39. Sicherlich wirkt sich das Übergewicht zusätzlich aus auf die Knochen. Habe beginnende Osteoporose. Ich weiß das alles, komme aber vom Gewicht nicht runter. Kann mir ein Magenband helfen abzunehmen.

PROF. RINGE : Ein Übergewicht ist eher ein Schutzfaktor gegen Osteoporose. 1. werden die Knochen durch das Gewicht stärker beansprucht, 2. wird im Fettgewebe bei Frauen nach den Wechseljahren Östrogen produziert, das den Knochenabbau bremst. D. h. relativ korpulente Menschen bekommen seltener Osteoporose, aber es gibt natürlich Ausnahmen. Andererseits nehmen durch das Übergewicht die Gelenke Schaden im Sinne einer Arthrose. Anzuraten ist daher ein vernünftiges Mittelmaß, nicht zu schlank, nicht zu dick. Zu einem Magenband kann ich nicht raten, da Langzeitkomplikationen auftreten könnten.

Schwalm : Ist Osteoporose erblich?

PROF. RINGE : Die Osteoporose ist keine typische Erbkrankheit. Dennoch gibt es familiäre Häufungen von Osteoporose. D. h. neben den individuellen Risikofaktoren spielen genetische Faktoren sicher auch eine Rolle. Da die genetischen Faktoren nicht beeinflusst werden können, sollten Sie mit Hilfe Ihres Arztes die selbst beeinflussbaren Risikofaktoren herausfinden und soweit wie möglich Ihren Lebensstil ändern, um das Risiko für Knochenbrüche im höheren Lebensalter herabzusetzen.

Frieda Völker : Eine Bekannte aus der Nachbarschaft hatte auch Osteoporose. Sie ist nach ihrem Oberschenkelhalsbruch nicht mehr aufgestanden und dann nach längerer Bettlägerigkeit gestorben. Ich habe nun große Angst, dass mir das auch passieren könnte. Kann man hier durch Medikamente rechtzeitig gegensteuern?

PROF. RINGE : Tatsächlich ist nach einer Oberschenkelhalsfraktur die Häufigkeit, ein Pflegefall zu werden, sehr groß. Ca. 20 % der Patienten versterben im ersten Jahr nach dieser dramatischen Osteoporose-Fraktur. Vorbeugen kann man lebenslang durch Bewegung, knochengesunde Ernährung, Reduktion von Genussmitteln und Vermeidung sonstiger Risikofaktoren. Andererseits kann man bei Feststellung einer Osteoporose durch konsequente Behandlung mit z. B. einem Bisphosphonat die Knochenfestigkeit wieder verstärken, so dass bei einem möglichen Sturz das Bruchrisiko herabgesetzt ist. Natürlich kann man auch durch gute Beratung das Risiko von Stürzen senken.

J_Wehrstedt : Wirkt Actonel auch bei Männern? Haben die den gleichen Knochenstoffwechsel oder hängt das mit den weiblichen Hormonen zusammen?

PROF. RINGE : Von den Bisphosphonaten ist zur Zeit nur das Alendronat offiziell für die Behandlung der männlichen Osteoporose zugelassen. Das sehr potente Bisphosphonat Risedronat (Actonel) wurde von uns an über 300 Männern erprobt. Wir konnten bereits nach einem Jahr eine um 60 % verringerte Rate von Wirbelfrakturen feststellen. Wir rechnen damit, dass dieses Bisphosphonat in Kürze auch zur Behandlung von Männern zugelassen wird.

Rippe : Meine Tochter war bulimiekrank vor 10 Jahren. Jetzt hat sie starke Knochenschmerzen und der Arzt hat gesagt, sie sei osteoporosegefährdet. Ich kann das gar nicht glauben, meine Tochter ist 39 Jahre.

PROF. RINGE : Bei Ess-Störungen kommt es regelmäßig zu einer Skelettschädigung. Einerseits durch ungenügende Eiweißzufuhr, andererseits vor allem aber durch Zyklusstörungen mit Ausbleiben der Regel. Daher sollte bei Ihrer Tochter unbedingt eine Knochendichtemessung durchgeführt werden um Klarheit zu schaffen. Falls ein Frühstadium einer Osteoporose vorliegt, kann mit 39 Jahren noch sehr gut das Eintreten einer manifesten Osteoporose mit Knochenbrüchen vermieden werden.

anonym : Welche Rolle spielt denn Calcium bei Osteoporose?

PROF. RINGE : Calcium ist ein wichtiger Knochenbaustein. Deshalb sollte immer auf eine optimale Calciumzufuhr Wert gelegt werden. Am meisten Calcium kann man durch den Verzehr von Milchprodukten erreichen. Eine rein vegetarische Kost ist unzureichend. Falls Milchprodukte nicht vertragen werden, ist dringend eine Aufnahme von Calcium, eventuell auch in Kombination mit Vitamin D, anzuraten.

Carla Münch : Ich nehme wöchentlich eine Tablette wegen meiner Osteoporose. Die Tabletten hole ich mir auf Rezept. Die Calciumtabletten muss ich aber immer selbst kaufen. Gibt es dafür keine günstigere Lösung?

PROF. RINGE : Bei der Wochentablette handelt es sich vermutlich um ein Bisphosphonat, Fosamax oder Actonel. Bei nachgewiesener Osteoporose, insbesondere wenn schon Knochenbrüche aufgetreten sind, muss die Krankenkasse auch die Basistherapie mit Calcium und Vitamin D erstatten. Beim Actonel gibt es eine Wochenpackung, die neben dem Actonel für den ersten Tag sechs Tabletten Calcium für den Rest der Woche enthält. Bei diesem Präparat Actonel + Calcium gibt es das Calcium umsonst. Vitamin D wäre hier nur nötig bei älteren Menschen, die nicht genügend an das Sonnenlicht kommen. D. h. in deren Haut nicht genug Eigensynthese von Vitamin D stattfindet.

Sabrina : Ist Actonel evtl. besser/verträglicher/weniger Nebenwirkungen als Ibandronat? Habe gelegentlich Durchfall.

PROF. RINGE : Durchfall ist an sich keine typische Nebenwirkung von Bisphosphonaten. Möglicherweise wird dieser durch die Begleittherapie mit Calcium ausgelöst. Im Prinzip unterscheiden sich die Bisphosphonate in ihren Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt nicht signifikant. Bei richtiger Einnahmetechnik, d. h. morgens nüchtern in aufrechter Körperhaltung Tablette einnehmen, mit einem Glas Leitungswasser herunterspülen, nicht wieder hinlegen, bis zum Frühstück mindestens eine halbe Stunde warten, treten extrem selten Nebenwirkungen auf.

Landahl : Es gibt Bisphosphonate als Tablette oder als Spritze. Ist da eine unterschiedliche Wirkweise?

PROF. RINGE : Für die wenigen Patienten, die bei wiederholtem Versuch eindeutig Bisphosphonate als Tabletten nicht vertragen, gibt es die Möglichkeit, diese im vierteljährlichen Abstand jeweils einmalig in die Vene zu injizieren. Das Wirkprinzip ist das gleiche, der Vorteil der Spritze ist, dass der Magen-Darm-Trakt in keiner Weise berührt wird. Außerdem ist bei der Spritze die Gesamtmenge wirksam, während bei den Tabletten nur ein kleiner Teil durch den Darm aufgenommen wird. Entsprechend brauchen Sie z. B. beim Ibandronat 150 mg Tabletten einmal im Monat, bei Ibandronat als intravenöse Spritze nur 3 mg einmal im Vierteljahr.

Anne : Gibt es eine Wechselwirkung zwischen Bisphosphonaten (Tabletten oder Spritze?) und Betablockern?

PROF. RINGE : Nein. Die Bisphosphonate werden unmittelbar vom Knochen aus der Blutzirkulation herausgefiltert, der Rest durch die Nieren unverändert ausgeschieden. Am Wirkort der Betablocker, d. h. an Herz und Gefäßen, haben sie keine Wirkung.

anonym : Es gibt doch die Möglichkeit Bisphosphonate und Calcium in einem einzunehmen. Warum ist das notwendig? Besteht da nicht die Gefahr der Überdosierung?

PROF. RINGE : Bisphosphonate und Calcium dürfen nie zeitlich zugleich eingenommen werden, da sich beide im Darm verbinden würden und das Bisphosphonat praktisch unwirksam gemacht würde. D. h. beide Substanzen müssen streng tageszeitlich getrennt werden. Die Gefahr der Überdosierung bei Calcium ist sehr gering, da überschüssige Mengen nicht vom Darm aufgenommen werden bzw. durch die Nieren wieder ausgeschieden werden. Die Bisphosphonate sind in den handelsüblichen Tabletten in ihrer Dosierung festgelegt. Zu beachten ist, dass die Dosierung der Bisphosphonate bei der Osteoporose wesentlich geringer ist als bei der Anwendung zur Vermeidung von Knochenmetastasen bei Krebsleiden. D. h. es besteht eine hohe therapeutische Breite.

GrosserM : Muss man denn immer Medikamente nehmen? Besteht nicht auch die Möglichkeit, über eine vernünftige Lebensführung, richtige Ernährung und Bewegung etc. gesunde Knochen zu behalten auch nach den Wechseljahren?

PROF. RINGE : Wenn es nur um Osteoporosevorbeugung geht, d. h. die Knochendichte altersentsprechend normal ist und noch keine Knochenbrüche aufgetreten sind, kann man in der Tat durch eine gesunde Lebensführung die Osteoporose sehr häufig selbst vermeiden. Wenn man jedoch zusätzlich ungünstige Gene hat und erfreulicherweise sehr alt wird, ist oft allein durch einen gesunden Lebensstil nicht genug auszurichten. Das menschliche Skelett ist von der Evolution allenfalls für 40 Jahre Lebenszeit geplant, dass die meisten heute 80 und älter werden, ist an sich nicht vorgesehen. D. h. ein Knochenverlust mit dem Alter ist obligat und führt bei vielen Menschen zur Osteoporose, die nur durch starke Medikamente gestoppt werden kann.

Potieka : Wie aussagekräftig ist ein Knochenszintigramm?

PROF. RINGE : Ein Knochenszintigramm, d. h. eine Darstellung des menschlichen Skeletts nach Einspritzung einer radioaktiven Substanz in den Blutkreislauf, ist nicht für die Diagnose einer Osteoporose geeignet. Es wird jedoch oft gebraucht, um andere Knochenerkrankungen auszuschließen, z. B. Osteomalazie, Knochenmetastasen, Paget-Erkrankungen.

Döding : Ist eine Knochendichtemessung mit Strahlenrisiko verbunden? Eignet sie sich als Vorsorgeuntersuchung?

PROF. RINGE : Es gibt verschiedene Knochendichtemessmethoden. Methoden, die mit Ultraschall arbeiten, vermeiden jegliches Strahlenrisiko, sind aber leider sehr unpräzise. Die weltweit anerkannte Messmethode mit der so genannten DXA-Messung verwendet Röntgenstrahlung, allerdings stark gefiltert, so dass nur eine minimale Strahlenbelastung anfällt. Diese beträgt ca. einhundertstel einer Handröntgenaufnahme - ist also im Prinzip zu vernachlässigen. Von daher ist die DXA-Messung unbedenklich gerade auch zur Vorsorge einzusetzen. Ein Problem ist jedoch, dass die Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchung nicht erstatten, sondern unverständlicherweise erst dann, wenn der erste Knochenbruch eingetreten ist. Dies ist genauso, als würde erst ein EKG nach einem ersten Herzinfarkt erlaubt.

anonym : Bei mir wurde eine Knochendichtemessung am Handgelenk gemacht. Jetzt wurde mir gesagt, das sei zu ungenau. Es gibt doch heute für alles Richtlinien. Kann jeder Arzt, die Methode anwenden, die er für richtig hält?

PROF. RINGE : Die Messmethode am Handgelenk ist eine CT-Technik am Radiusknochen. Sie ist sicher besser als die Ultraschallmessung aber nicht immer repräsentativ für das Gesamtskelett. So dass in Zweifelsfällen eine Messung an der Wirbelsäule und am Oberschenkelhals mit der DXA-Messung nachgeholt werden muss. Den Ärzten wird von der Kasse die anzuwendende Methode nicht vorgeschrieben. Die Leitlinien zur Osteoporose-Diagnostik sagen jedoch eindeutig, dass die sicherste Methode die DXA-Messung ist.

ZaAK : Kann man durch Fehlhaltungen den Schaden, den Osteoporose anrichtet, noch verstärken? Ich bemerke seit einiger Zeit, dass ich mich anders bewege, um die Schmerzen an der Hüfte zu vermeiden. Schaffe ich mir damit woanders ein neues Problem?

PROF. RINGE : Man kann durch Fehlhaltung vor allem der Wirbelsäule die Osteoporose indirekt verstärken. Anders ausgedrückt, man kann durch Kräftigung der Rückenmuskulatur mit Aufrichtung der Wirbelsäule die Osteoporose-Entwicklung bekämpfen. Schmerzen an der Hüfte sind nicht unbedingt ein Osteoporose-Hinweis. Es müsste geschaut werden, ob in Ihrem Fall nicht eher eine Arthrose im Hüftgelenk vorliegt.

MareikeOpitz : Habe große Knochenschmerzen, die auch stärker werden. Ich möchte aber nicht dauerhaft Schmerzmittel nehmen. Gegenwärtig nehme ich Voltaren, besonders wenn ich mal ins Theater gehen möchte, oder Freunde treffen. Die Schmerzen fangen an, mein Leben stark zu beeinflussen.

PROF. RINGE : Knochenschmerzen können sehr verschiedene Ursachen haben. Es müsste also bei Ihnen durch einen Arzt geklärt werden, ob diese Schmerzen mit Osteoporose, anderen Knochenkrankheiten, oder auch Gelenk- oder Muskelkrankheiten zusammenhängen. In jedem Fall haben Sie recht, dass eine dauerhafte Schmerztherapie ohne klare Diagnose und Bekämpfung des Grundübels falsch ist. Das Medikament Voltaren kann bekanntermaßen bei längerer Anwendung zu Magengeschwüren und gefährlichen Blutungen führen.

Marquardt : Bei mir sind schon 2 Wirbel in der Wirbelsäule zusammengebrochen. Ich komme aber relativ gut damit klar. Jetzt hat mein Orthopäde gesagt, ein künstliches Hüftgelenk für die rechte Hüfte wäre sinnvoll, aber nicht ohne Risiko. Wie groß ist das Risiko? Danke, dass ich hier die Möglichkeit habe für diese Frage!

PROF. RINGE : Sofern die beiden Wirbelkörperbrüche Ausdruck einer Osteoporose sind, stellt sich die Frage, ob ein nötiges neues Hüftgelenk genügend Festigkeit vor allem im Oberschenkelschaft bekommt. Zu diesem Zweck wäre eine Knochendichtemessung mit der DXA-Messung an beiden Hüftgelenken im Seitenvergleich anzuraten. Oft ist die Knochendichte am Oberschenkel noch günstiger als an der Wirbelsäule, da die Osteoporose zuerst im Bereich der Wirbelsäule beginnt.

Dietlinde : Gibt es eine Bisphosphonatunverträglichkeit? Ich bin Allergikerin mit Heuschnupfen und Kreuzallergie auf Steinobst. Ich habe nur eingeschränkte Möglichkeiten durch Ernährung für eine gute Calcium-Zufuhr zu sorgen. Was empfiehlt mir Prof. Ringe. Ich danke dem Experten für die Mühe und finde diese Fragemöglichkeit in dieser Sprechstunden eine ganz ausgezeichnete Idee!

PROF. RINGE : Es gibt keine Bisphosphonat-Unverträglichkeit im eigentlichen Sinne. Sie haben bei richtiger Einnahmetechnik in ca. 95 % völlig komplikationslos vertragen. D. h. bestehende Allergien haben keinerlei Einfluss. Auch Calcium sollte an sich gut vertragen werden, da ja Calcium selbst antiallergisch wirkt. Außerdem ist Calcium eine körpereigene Substanz, gegen die man nicht allergisch sein kann. Allenfalls gegen Begleitsubstanzen bei verschiedenen Calcium-Präparaten. Gegebenenfalls müsste man bei fraglichen Unverträglichkeiten die Calcium-Präparate verschiedener Firmen ausprobieren.

Astrid : Gibt es die Möglichkeit einer lokalen Behandlung gegen Osteoporose? Bei mir ist das offenbar besonders in den Gelenken und da wiederum an der Wirbelsäule. Bisher habe ich nur von Therapien gehört, die den ganzen Körper betreffen, aber das erscheint mir sehr weitreichend und ich würde das gern vermeiden.

PROF. RINGE : Die Osteoporose ist immer eine Erkrankung des ganzen Skeletts. Sie kann zwar in der Wirbelsäule vorwiegend beginnen aber wird im Laufe der Jahre auch die Extremitäten-Knochen immer mehr erfassen. Medikamente wirken immer systemisch, d. h. zum Glück auf das ganze Skelett. Als lokale Behandlung wird z. B. eine Therapie mit Magnetwellen angeboten. Die Wirksamkeit dieser Therapie ist jedoch wissenschaftlich ungesichert und wird von uns nicht empfohlen. Eine örtliche Auftragung von Medikamenten auf die Haut erreicht nicht die Eindringtiefe, um irgendeinen Effekt auf die Knochen zu haben.

anonym : Es gibt ja unterschiedliche Bisphosphonate gegen Osteoporose und ich wüsste nun gern, warum mir mehrfach, auch von einem Frauenarzt bei der letzten Vorsorgeuntersuchung Actonel empfohlen wurde. Ich habe im Internet recherchiert und bin da auf verschiedene Hersteller und 4-5 verschiedene Medikamente gestoßen. Was ist denn jetzt dran an Actonel?

PROF. RINGE : Zur Zeit sind in Deutschland neben dem inzwischen weitgehend veralteten, weil wenig potenten, Etidronat, drei moderne Bisphosphonate auf dem Markt: Das Alendronat, das Actonel und das Ibandronat. Das Actonel, das Ihnen offenbar verordnet worden ist, hat eine excellente wissenschaftliche Datenlage und in den Leitlinien als ein Bisphosphonat der ersten Wahl empfohlen. Es besteht also kein Grund für einen Wechsel auf eine anderes.

ST_Kioni : Vor 7 Jahren wurde mir die ganze Schilddrüse entfernt und ich substituiere komplett. Die Nebenschildrüsen waren nicht betroffen. Welche Vorsorge sollte ich betreiben mit jetzt 48 Jahren?

PROF. RINGE : Wenn die Schilddrüse entfernt wurde, müssen Sie regelmäßig ein Schilddrüsenhormon - L-Thyroxin - zuführen. Entscheidend ist die Dosierung. Bei relativ hoher Dosierung, z. B. nach Schilddrüsenkrebs, kann es mittelfristig zu einer Knochenschädigung auch mit Entwicklung einer Osteoporose kommen. D. h. bei Ihnen nach sieben Jahren Behandlung mit Schilddrüsenhormonen erscheint eine vorsorgliche Knochendichtemessung durchaus sinnvoll, um zu prüfen, ob Sie irgendetwas zum Schutz Ihres Skeletts zusätzlich einnehmen sollten.

Ruth_Lange : Merkt man das, wenn Osteoporose beginnt? Warum reicht dann die normale Vitamin-D-Aufnahme nicht mehr?

PROF. RINGE : Die Osteoporose entwickelt sich leider schleichend über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Irgendwann ist die Knochensubstanz so kritisch vermindert, dass erste Knochenbrüche ohne größere äußere Gewalteinwirkung auftreten können. D. h. man kann die Osteoporose nicht früh erkennen, ohne eine Knochendichtemessung durchzuführen. Ist bereits eine Abnahme der Körpergröße eingetreten oder der Rücken runder geworden, ist dies in der Regel bereits ein Zeichen einer manifesten Osteoporose. Die Vitamin-D-Zufuhr ist ein wichtiger Teil der Osteoporose-Behandlung aber allein nicht ausreichend. Je nach Art und Stadium der Osteoporose müssen andere Medikamente, Calcium, Bewegung und Ernährung berücksichtigt werden.

Gunda : Ich bin in den vergangenen 10 Jahren 4cm (!) kleiner geworden, habe aber keine Osteoporose. Wie kommt das, was bedeutet das, bin ich dadurch in jedem Fall gefährdet? Wie kann ich auf natürliche Weise Vitamin D erhalten. In welchen Nahrungsmitteln ist das? Bin 67 Jahre alt, weiblich.

PROF. RINGE : Eine Größenabnahme von 4 cm und mehr ist oft Hinweis auf eine Osteoporose. 4 cm Größenverlust können aber auch allein durch Abflachung aller Bandscheiben sich summieren. Andererseits könnte auch eine Skoliose der Wirbelsäule oder nicht-osteoporotische Rundrückenausprägung diesen Größenverlust erklären. Wenn Sie Sicherheit haben wollen, sollten Sie eine Knochendichtemessung durchführen lassen. Vitamin D kann man auf natürliche Weise durch Sonneneinstrahlung auf die unbedeckte Haut in den Sommermonaten erreichen. Die Fähigkeit der Haut, Vitamin D aufzubauen, lässt jedoch mit dem Alter zunehmend nach. Andererseits ist zu viel Sonneneinstrahlung für die Haut schädlich und begünstigt über viele Jahre die Entwicklung von Hautkrebs. Von daher ist es sinnvoll, das Sonnenbaden im Alter nicht zu übertreiben, sondern lieber harmlose kleine Dragees mit Vitamin D zu schlucken. Vitamin D aus der Nahrung erreicht kaum genügend Zufuhr. Nur wenige Nahrungsmittel enthalten größere Mengen Vitamin D, Sie müssten jeden Tag frischen, fetten Seefisch essen, z. B. Makrelen, um dieses zu erreichen. Natürlich könnten Sie auch jeden Tag einen Löffel Lebertran einnehmen.

June : Zu Beginn der Wechseljahre vor 10 Jahren habe ich ein Knochenszintigramm machen lassen, damit ich weiß, wo ich anfange. Jetzt bin ich durch mit den Wechseljahren. Macht es Sinn, diese Untersuchung noch einmal machen zu lassen für die weitere „Planung“?

PROF. RINGE : Ich nehme an, dass bei Ihnen vor 10 Jahren eine Knochendichtemessung durchgeführt wurde. Das Knochenszintigramm ist nicht zur Einschätzung des Bruchrisikos geeignet. Sicher ist es sinnvoll, jetzt nach 10 Jahren nochmal nachzuschauen, wie Ihr Bruchrisiko ist, d. h. eine erneute Knochendichtemessung, am besten mit der anerkannten DXA-Methode.

ChrissiKaste : Wie sinnvoll ist eine Knochendichtemessung und was kostet sie? Wurde mir bei einer gynäkologischen Untersuchung angeboten. Ich habe das erst einmal nicht gemacht, weil ich keinen Preisvergleich hatte.

PROF. RINGE : Das war sehr schlau. Es geht weniger um den Preisvergleich als darum, ob die Methode wirklich optimal ist und ob daraus Konsequenzen gezogen werden können. Häufig wird Ihnen in gynäkologischen Praxen oder auch in Apotheken eine Ultraschallmessung angeboten. Diese Messmethode ist für wissenschaftliche Studien an größeren Bevölkerungsgruppen nicht uninteressant aber im Einzelfall wenig verlässlich. D. h. eine Therapieentscheidung mag man allein daraus nicht ableiten. Vielen Patienten passiert es, dass sie nach Selbstbezahlung einer derartigen Erstuntersuchung dann auch noch eine zweite Messung mit einer sicheren Messmethode bezahlen müssen.

Burmester : Ist die Dichteeinteilung international oder gibt es da unterschiedliche Beurteilungen? Verhält sich Knochenaufbau von Asiaten, Europäern und Amerikaner gleich, ist das ernährungs-abhängig, Lifestyle? Wirken Bisphosphonate gleich in jedem Menschen?

PROF. RINGE : Das sind gleich mehrere Fragen. Die Dichtemessung mit der DXA-Messung wird nach einer Empfehlung der WHO graduiert, ist also international standardisiert. Die Knochenfestigkeit bzw. das Osteoporose-Risiko ist bei Europäern und Asiaten ähnlich, bei Schwarzafrikanern ist das Osteoporose-Risiko deutlich geringer. Dies gilt auch für Schwarze, die in den USA leben. Die weißen Amerikaner unterscheiden sich nicht von übrigen Kaukasiern, d.h. der weißen Rasse.

Jordie : Als ich vor 5 Jahren in die Wechseljahre kam, hat mir mein Gynäkologe Hormone verschrieben. Vor einem Jahr sagte er, ich solle damit aufhören. Wie kann das sein? Jetzt glaube ich ihm natürlich nicht mehr, wenn er mir diese Bisphosphonate empfiehlt. Kann ja morgen auch wieder aus der Empfehlung genommen werden und dann habe ich zwei mal falsche Therapien gehabt.

PROF. RINGE : Die Östrogene wurden bis vor einigen Jahren durchaus zur Osteoporose-Vorbeugung eingesetzt. Inzwischen weiß man, dass sie sich langfristig ungünstig auf das Brustkrebsrisiko aber auch Herz-Kreislauf-Risiko auswirken können. Von daher werden sie heute nur noch zeitlich begrenzt bei starken Wechseljahrsbeschwerden empfohlen, nicht mehr primär bei der Osteoporose, wenn keinerlei Wechseljahrsbeschwerden vorliegen. Bei den Bisphosphonaten werden Sie nicht erleben, dass sie plötzlich als schädlich dargestellt werden, da sie bereits seit über 10 Jahren weltweit millionenfach eingesetzt wurden. Im Übrigen haben Sie, wenn wirklich eine Osteoporose vorliegt, keine andere Wahl als ein wirksames Medikament einzusetzen.

anonym : Bei mir besteht nachweislich eine Osteoporose. Aber mit der Verschreibung von Actonel oder einem anderen ähnlichen Medikament klappt das nicht so richtig. Lege mich gerade intensiv mit der AOK an. Kann ich darauf bestehen? Habe ich Anspruch?

PROF. RINGE : Wenn Ihr Arzt aufgrund der Knochendichtemessung und weiterer Risikofaktoren für eine Osteoporose bzw. auch einem bereits eingetretenen Bruch eine Osteoporose eindeutig dokumentiert hat, muss die Krankenkasse das Medikament Actonel oder andere Osteoporose-Therapien auch erstatten. Tut sie das nicht, könnten Sie ggf. bei Eintreten eines neuen Bruches die Krankenkasse auf Schmerzensgeld verklagen. Im Übrigen verweise ich auf die Leitlinien zur Osteoporose 2006 des DVO.

anonym : Ist die Fahrtüchtigkeit nach der Einnahme von Actonel eingeschränkt?

PROF. RINGE : Die Bisphosphonate und so auch das Actonel haben keinerlei Effekt auf die Fahrtüchtigkeit.

anonym : Ist eine Blutuntersuchung zusätzlich zur Knochendichtemessung wichtig? Kann man damit eine Früherkennung von Osteoporose erreichen?

PROF. RINGE : Eine Blutuntersuchung kann nicht zur Früherkennung der Osteoporose beitragen. Es gibt keinen Labortest, der für die Osteoporose typisch ist. Vielmehr ist typischerweise bei der Osteoporose das gesamte Labor, vor allem der Calcium-Phosphat-Stoffwechsel unauffällig. Dennoch ist eine Blutuntersuchung wichtig, da Abweichungen bei den Blutwerten auf eine andere Knochenkrankheit oder möglicherweise auch eine bösartige Grunderkrankung hinweisen könnten, die im jeweiligen Fall zu Knochensubstanzverlust oder Knochenbrüchen führen können.

sunny : Ich bin seit dem Jahr 2000 lebertransplantiert. Es wurde mir damals gesagt, dass durch die Medikamenteneinnahme (Immunsupressiva) die erhöhte Gefahr von Osteoporose besteht. In den Lebersprechstunden wurde dieses Thema jedoch nie wieder angesprochen und auch keine Untersuchungen der Knochendichte vorgenommen. Es können also auch keine Veränderungen der Knochendichte festgestellt werden. Wäre es sinnvoll dies selbst einzufordern? Besteht tatsächlich ein erhöhtes Risiko?

PROF. RINGE : Sie haben völlig Recht, nach allen Organverpflanzungen besteht durch die Behandlung mit Immunsupressiva einschließlich Cortison ein deutlich erhöhtes Osteoporoserisiko. Oft besteht sogar zum Zeitpunkt der Organverpflanzung eine gewisse Osteoporose durch die vorherige Krankheit. Eine Kontrolle der Knochendichte kurz nach der Organverpflanzung ist im Prinzip internationaler Standard. Ich würde Ihnen durchaus raten, dieses nachzuholen. Sie können von Glück reden, dass bei Ihnen bislang keine Knochenbrüche aufgetreten sind. Damit gehören Sie zu den Ausnahmen.

Sazegar : Wie sehen die unterschiedlichen Therapieempfehlungen aus, wenn man noch gesund ist, also als Vorbeugung, wenn man noch gesund ist, aber bereits zur Risikogruppe gehört und wenn man noch keine Osteoporose hat?

PROF. RINGE : Wenn nachweislich keine Osteoporose vorliegt aber typische Osteoporose-Risikofaktoren bestehen, sollte man zunächst versuchen, die selbst beeinflussbaren Faktoren des Lebensstils optimal in den Griff zu bekommen. D. h. vor allem Ernährung, Bewegung, Genussmittel. Regelmäßige Kontrollen der Knochendichte in zwei- bis dreijährigen Abständen können dann zeigen, ob Ihre Maßnahmen reichen oder doch zusätzlich medikamentös etwas getan werden muss.

PROF. RINGE : Nach diesen zwei sehr lebhaften und für mich interessanten Stunden möchte ich mich sehr herzlich bei den anfragenden Patienten oder auch Gesunden bedanken. Sie merken, wir könnten noch stundenlang weitermachen, aber ich denke, meine Frau freut sich, wenn ich bald nach Hause komme. Vielen Dank und einen schönen Abend.



Ende der Sprechstunde.